Mandarin
Hakim-Hasani / Mandarin Fawn
Mandarin / Javanese / Orientalisch Langhaar (OLH)

Es ist eine Katze mit vielen Namen. Man kennt sie als Orientalisch Langhaar (OLH). In vielen europäischen Ländern nennt man sie auch Mandarin, Javanese und in England Angora (nicht zu verwechseln mit der Türkisch Angora Katze).
Die Lebensgeschichte dieser Katzen ist noch sehr kurz. Sie entstand in den siebziger Jahren aus Verpaarungen von Balinesen und Orientalisch Kurzhaar (OKH).
Anfang bis Mitte 1980 wurde diese Rasse erstmalig in Europa ausgestellt .Die Anerkennung erfolgte dann nach und nach: 1985 von der TICA, 1995 von der CFA, 1998 vom GCCF (mit dem Namen Angora). 1990 wurde die "Mandarin" von der TICA umgetauft als Oriental Longhair (Orientalisch Langhaar). Mitte 2003 veränderte auch die FiFe und der GCCF den Namen um in Orientalisch Langhaar.


Charakter und Eigenschaften

Die OLH sollte als Geschenk der übrigen Orientalen betrachtet werden.
Sie hat von der Siam ihre elegante Art, von der OKH ihre Farbenvielfalt und von den Balinesen das seidige Fell.
Eine OLH braucht keine Fellpflege, wie man es bei anderen Langhaarkatzen kennt, da sie keine Unterwolle hat. Natürlich genießt sie es, wenn ihr Fell mit einem Bürstenhandschuh "gestreichelt" wird. Also: die Katze für "Faule" (was die Fellpflege betrifft)!!!
Eine verspielte, extrem anhängliche Katze, die unbedingt am Familienleben teilnehmen möchte ist die OLH. Sie vermag die ganze Liebe zu entlocken, denn die Katze ist Liebe in einem außergewöhnlichem Fell. Sie ist Intelligenz in Satin gehüllt: Grazie mit Glanz in grasgrünen Augen. Wenn sie mit ihren schlanken und perfekt proportionierten Körper und mit hoch erhobenen Haupt durch den Raum schreitet, ist sie eine Studie in vollkommener Harmonie, und man ist nicht überrascht, dass ihre Ahnen in Siam als Heilige galten. Trotz ihrer Ausstrahlung von Adel tritt sie gerne auch als Clown auf.
Königliche Hoheit, fertig zum spielen?


Körperbau / Rassestandard

Der Rassestandard von OLHs entspricht der Orientalisch Kurzhaar, mit dem Unterschied, dass das Fell langhaarig ist und das einer OKH kurz und enganliegend sein muss.
Ihr Körper ist langgestreckt und röhrenförmig, dabei schlank und muskulös. Die Pfoten sind zierlich und oval. Die OLH hat einen schmalen, keilförmigen Kopf: Ein Dreieck mit tiefgesetzten Ohren, die einen breiten Ansatz haben. Ihre Augen sind mandelförmig und grasgrün. Das Fell darf keine Unterwolle haben.
Es sind elegante, hochbeinige Katzen. Die Hinterbeine sind etwas höher als die Vorderbeine, was sie zu einem eleganten und exzellenten Springer macht. Es gibt keinen Platz, der für sie zu hoch oder zu schwierig zu erreichen wäre.
Der Schwanz ist am stärksten behaart, wobei sich das Fell "federbuschartig" ausbreitet.


Fehler

Fehler die unerwünscht sind:
Eine zu kompakte Allgemeinerscheinung, ein zu runder Körperbau, zu kurze oder stämmige Beine, ein zu kurzer Schwanz.
Es ist ein ausgewogenes Kinn erwünscht. Außerdem werden zu runde Augen nicht gerne gesehen, aber auch zu hochangesetzte und zu kleine Ohren sind unerwünscht.
Fehler die zur Disqualifikation führen:
Schielen, falsche Augenfarbe, ein runder Kopf. Aber auch ein Knickschwanz , Mehrzehigkeit, Anomalien im Bezug auf die sichtbaren Geschlechtsorgane, führen unweigerlich zur Disqualifikation. Ebenfalls ein hervorstehendes Sternum (Brustbein) und Zahnfehlstellungen.


Farben

Zu dieser großen Farbenvielfältigkeit kommen noch die ganzen Silbervariationen dazu.
Die gesamten Farben werden auch in Bicolor, Tortie und Torbie gezüchtet.
Zu den gezeichneten Varianten (genannt Tabby) gibt es folgendes zu sagen.
Tabbykatzen haben alle einen umrandeten Nasenspiegel. Es gibt vier verschiedene Zeichnungsformen:

1. Gestromt = Blotched / Classic Tabby
2. Getigert = Mackerel
3. Getupft = Spotted
4. Geticked = zwei oder drei Farbbänder
Text Ursula Alard
Cattery Malakai-Shiba
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