Leukose
Was ist Leukose?

Das Leukämie Virus (FeLV/FeSV) ist die wichtigste infektiöse Viruserkrankung, die heutzutage noch als tödliche Viruskrankheit bei einer Vielzahl unserer Hauskatzen zum Tod führt!
80% der mit dem Leukosevirus infizierten und erkrankten Katzen sterben in einem Zeitraum von 3 Jahren.

Symptome: unspezifisch. Nahezu alle Organe können befallen werden.

Übertragung: Das Leukämievirus wird über den Speichel und die Tränenflüssigkeit infizierter Tiere ausgeschieden. Auch Exkremente wie Urin und Fäkalien können Viren enthalten und als Ansteckungsquelle für gesunde Katzen in Frage kommen. Direkter intensiver Kontakt zwischen zwei Katzen, vor allem während Revierkämpfen bildet die Hauptansteckungsquelle. Die Ansteckung der Katzenwelpen kann über die Plazenta (Mutterkuchen) erfolgen. Auch der indirekte Kontakt durch Ausscheidungen birgt die Gefahr einer Infektion mit dem Virus in sich. Das Virus ist jedoch ziemlich empfindlich gegen Hitze, Sonneneinstrahlung und Austrocknung, so dass es schnell inaktiviert (unschädlich gemacht) wird. (Quelle: Tierklinik.de / 2007)

Behandlung: Die Krankheit ist unheilbar und führt zum Tode. Es gibt allerdings Medikamente, die den Krankheitsverlauf aufhalten. Wenn die Katze behandelt wird, kann sie mit der Krankheit noch einige Jahre ganz gut leben.

Vorbeugung: Die Impfung ist auf jeden Fall der beste Schutz, um die Katze vor der Infektion mit dem Leukosevirus FeLV oder FeSV zu schützen. Es stehen gute und recht sichere Impfstoffe zur Verfügung. Die Impfung kann gelegentlich zu leichten Impfreaktionen an der Injektionsstelle führen die nach ein bis zwei Tagen von selbst verschwinden. Infizierte Katzen können in einer inaktiven oder schwachen Phase des Virus geimpft werden solange die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist. Der Impfstoff kann dann in den meisten Fällen das Virus kontrollieren, so dass ein Ausbruch der Krankheit vermieden werden kann. Bei Tieren die beispielsweise von Eltern mit Freigang stammen (Bauernhof) sollte eine Blutuntersuchung vor der ersten Impfung erfolgen. (Quelle: Tierklinik.de / 2007)

Wichtig:
Wenn Sie bereits Katzen haben und eine weitere Katze aufnehmen, sollten Sie diese zuvor unbedingt auf eine mögliche Leukoseinfektion untersuchen lassen. Das Risiko, dass sie die anderen Katzen infiziert, ist extrem hoch.


Ausführlichere Informationen

Feline Leukämie ("Leukose")

Das feline Leukämievirus (FeLV) kann eine Vielzahl unterschiedlichster Erkrankungen bei der Katze hervorrufen, wobei Tumore der weißen Blutkörperchen (Leukämie, oder veraltet Leukose) eher selten sind. Häufiger werden Blutarmut, Lymphknotentumore, vom Knochenmark ausgehende Tumore sowie Störungen des Immunsystems und Magen-Darm-Traktes beobachtet.

Die übertragung erfolgt über den Speichel und den Kot. Da das Virus in der Umwelt nur wenige Minuten überlebensfähig ist, ist zur übertragung ein enger Kontakt mit anderen Katzen nötig. Die Ansteckungsgefahr nimmt mit der Größe einer Katzenpopulation zu. Die überwiegende Zahl der infizierten Katzen kann das Virus erfolgreich eliminieren, bei einem Teil der Katzen verbleibt es aber im Körper.

Eine Diagnose einer FeLV-Infektion erfolgt durch einen direkten Nachweis des FeLV in einer Blutprobe. Bei positivem Ausgang muss diese Blutuntersuchung nach ein paar Wochen wiederholt werden, erst bei erneutem positiven Ergebnis ist die Diagnose gesichert.

Bei dauerhafter FeLV-Infektion ist keine Heilung im Sinne einer Entfernung der FeLV möglich. Solche Katzen sterben innerhalb von drei bis fünf Jahren an den angeführten FeLV-assoziierten Erkrankungen. In erreger- und stressarmer Umgebung (ausschließliche Wohnungshaltung) haben sie jedoch eine längere überlebensdauer zu erwarten.

Es gibt eine FeLV-Schutzimpfung mit ausreichendem Impfschutz für Freigänger und Katzen in mittelgroßen Katzenpopulationen

Grundimmunisierung:
Ab der zwölften Lebenswoche erste Impfung, zwei Wochen später zweite Impfung. Danach jährliche Auffrischung. Geimpft werden sollten nur FeLV-negative Tiere. Vor der ersten Impfung muss also ein Bluttest gemacht werden. Notwendig für: Freigänger und Katzen, die in größeren Gruppen leben. Wohnungskatzen, die allein oder zu zweit gehalten werden und garantiert nicht in Kontakt mit fremden Katzen kommen, brauchen nicht gegen Feline Leukämie geimpft zu werden.

Probleme: Die Impfung bzw. die Trägersubstanz des Impfstoffes (Adjuvans) steht im Verdacht, bei älteren Katzen sehr aggressive
Tumore auszulösen, das so genannte impfinduzierte Fibrosarkom. Das Risiko scheint mit der Häufigkeit der durchgeführten Impfungen, der Anzahl verschiedener Impfungen an einer Impfstelle und dem Lebensalter des geimpften Tieres zu steigen. Da ältere Katzen anscheinend einen höheren Eigenschutz aufweisen und der Impfschutz ohnehin länger als ein Jahr anzuhalten scheint, empfehlen manche TÄ, die Impfung nicht jährlich, sondern nur alle zwei bis drei Jahre zu wiederholen und ab dem siebten Lebensjahr gar nicht mehr durchzuführen.

Unabhängig davon sollte auf keinen Fall im Nacken, sondern auf den hinteren Oberschenkeln geimpft werden, weil dort ein evtl. auftretendes Fibrosarkom wesentlich erfolgversprechender operiert werden kann.Außerdem sollte die Leukose-Impfstelle nicht für andere Impfungen genutzt werden (Empfehlung: hinten links).

Quelle: de.rec.tiere.katzen

--Weitere Info-Quellen-----------------------------------

Merkblatt FeLV und FIV Antworten zu den häufigsten Fragen
LABOR FÜR KLINISCHE DIAGNOSTIK GMBH & CO.KG Info 6/2004 Seite 2
Prinzregentenstraße 3 • 97688 Bad Kissingen •
http://www.laboklin.de/pdf/de/servic...e_felv_fiv.pdf

Tierklinik.de - Das Tiermedizinische Informationsportal
http://www.tierklinik.de/medizin.php?content=00170